- So sieht es aus in USA, Kanada und Co

Andere Länder, andere Sitten. Wie steht es um den Drogenkonsum in Ländern außerhalb Europas, was halten unsere Nachbarn von Cannabis und Co. und was ist mit der anderen Seite des “großen Teichs”? Beginnen wir jedoch zunächst vor der eigenen Haustür und sehen uns die Drogengesetze von Deutschland einmal näher an.

Strafrechtliche Wertung des Besitzes kleinerer Mengen Cannabis

 

Deutschland

In Deutschland fallen jegliche als nicht verkehrsfähig eingestufte Stoffe unter das sogenannte “Betäubungsmittelgesetz“, dass unter anderem auch den Konsum von Cannabis betrifft. Selbstverständlich ist auch hierzulande die Einfuhr, der Verkauf und die Zucht der Pflanze illegal, es gibt jedoch Grenzwerte für Besitz und Konsum. Bis zu sechs Gramm darf man straffrei mit sich führen und sogar konsumieren, ohne rechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen. In der Öffentlichkeit sollte man dies allerdings nicht tun, da dies wiederum eine Straftat darstellt. Wesentlich unkomplizierter ist es bei “härteren” Drogen. Diese sind allesamt verboten und bringen bereits bei Besitz und Konsum langjährige Haftstrafen mit sich.

Niederlande


Unsere nächsten Nachbarn, die Niederlande sind zumindest in puncto Cannabis noch ein wenig liberaler. Hier dürfen bis zu fünf Gramm pro Tag und Person legal in sogenannten Coffeeshops erworben und konsumiert werden. Bis vor ein paar Jahren war dies sogar in der Öffentlichkeit gestattet, heute darf man das als “weiche” Droge eingestufte Cannabis jedoch nur noch zuhause oder direkt vor Ort konsumieren. Anders als behauptet, scheint diese Gesetzgebung übrigens nicht kontraproduktiv zu sein. Die Niederlande haben die kleinste Todesstatistik im Zusammenhang mit Drogen und auch die Dealer haben hier wenig Chancen. Warum auch das Risiko eingehen, sich illegal Cannabis zu besorgen, wenn direkt um die Ecke ein Coffeeshop ist?

Kanada

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In Kanada ist der Konsum, der Erwerb und der Besitz von Cannabis unter Strafe gestellt, jedoch ist der Einsatz für medizinische Zwecke erlaubt, so lange man von seinem Arzt ein “Rezept” vorweisen kann. Bisher konnten die Kanadier ihr Cannabis entweder in Apotheken erwerben oder selbst einführen. Auch die Anzucht von Hanfsamen, beispielsweise daheim oder im eigenen Garten, war erlaubt. Dies könnte sich im nächsten Jahr allerdings ändern, denn die Regierung plant, Cannabis nur noch durch staatliche Unternehmen ausgeben zu lassen.

Arabische Länder

Die arabischen Länder haben die strengsten Drogengesetze der Welt. Nicht nur harte Drogen, sondern auch der Konsum und Besitz von Cannabis wird hier unter schwere Strafen gestellt und kann langjährige Gefängnisaufhalte bedeuten. Es gibt zwar immer wieder Pläne, den Konsum von Cannabis zu entkriminalisieren, jedoch konnte sich dies in den meisten arabischen Ländern bisher nicht durchsetzen.

USA

Die USA haben zwar eine einheitliche Regierung, die Drogengesetze werden jedoch von den einzelnen Staaten ausgegeben und können stark schwanken. So ist in Alaska beispielsweise der Konsum und Besitz von bis zu 110 Gramm legal, jegliche Mengen darüber hinaus werden jedoch mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet. Washington hat er jüngst ein Gesetz unterzeichnet, dass es mündigen Bürgern über 21 Jahren erlaubt, bis zu 28 Gramm Cannabis straffrei zu besitzen und konsumieren zu dürfen. In anderen Staaten gibt es ähnliche Gesetze, jedoch wird für den öffentlichen Konsum meist ein Bußgeld verlangt. Komplett straffrei ist der Konsum in keinem der Staaten. Ganz im Gegenteil, in mehr als der Hälfte ist selbst der Besitz von Kleinstmengen unter Strafe gestellt.