Saudi-Arabien ist eins der strengsten Länder der Welt, wenn es um Frauenrechte geht. Die Staatsreligion, der Wahhabismus, schreibt vor, dass jede Frau eine Art “Vormund” haben soll, der in allen Belangen für sie entscheidet. So wird den Frauen jede Mündigkeit abgesprochen und der Ehemann, Vater oder Bruder kann jede Entscheidung für sie tätigen. Unter anderem gibt es hier auch ein Frauenfahrverbot. Angeblich soll das lange Sitzen hinter dem Steuer die Eierstöcke schädigen, die Frau wird unfruchtbar und damit in den Augen der Religion “nutzlos”.

 

women2drive1Women2Drive (Twitter:#women2drive) ist eine im Internet gestartete Kampagne, die immer wieder Protestaktionen gegen das Frauenfahrverbot organisiert. Auch der Blog “Saudi Women Driving” ruft immer wieder Frauen im ganzen Land dazu auf, sich hinter das Steuer zu setzen, Videos zu drehen oder Fotos zu schießen. Ganz so einfach ist die Lage jedoch nicht, denn die Regierung hat angekündigt, nicht nur die protestierenden Frauen für ihre “kranken Träume” zu bestrafen, sondern auch den Vormund, der eine solch schändliche Tat zulässt. Bisher ist es leider nicht gelungen, die Regierung zum “Einlenken” zu bewegen, frühere Prostestaktionen scheinen eher das Gegenteil hervorgerufen zu haben, die Strafen werden härter und es gibt keine Aussicht auf Besserung.

 

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