Unclesamwantyou-520x700- Ein Überblick von den 30er-Jahren bis heute

Früher sah man sie überall, Poster und Plakate, die den Menschen politische “Ideen” näherbringen sollten. Vor allem in den USA war es allgemeiner Usus, dem einfachen Volk so zu zeigen, warum sie sich für eine Partei eintscheiden sollten, wer eigentlich den Krieg begonnen hat und wieso man sich schnellstmöglich bei der Armee anmelden sollte, um das eigene Land vor der Bedrohung zu bewahren. Besonders populär waren dafür die Uncle-Sam-Poster, die von New-York bis San Francisco in beinahe jeder Stadt auf großen Werbetafeln und Leinwänden prangerten. Unvergessen sind auch die Propaganda-Poster, auf denen die eigene emotionale Bindung zum Heimatland zum Gegenstand gemacht wird, wenn ein kleines Kind auf dem Schoß seines Vaters sitzt und ihn fragt, was er denn zum Krieg beigetragen habe. Auch der zweite Weltkrieg hat eine ganze Reihe dieser Poster hervorgebracht, jedoch stellte man hier eher die Deutschen und Japaner negativ dar als das eigene Land zu glorifizieren.

arbeiterAuch in Deutschland wurde zu Zeiten des zweiten Weltkriegs über sogenannte “Wandtafeln” die politische Propaganda der NSDAP verbreitet. Diese galten vor allem dem Machterhalt und der Mobilisierungsideologie für den anstehenden oder laufenden Krieg, erinnerte die Menschen daran wie schlecht die Juden waren und wie sie sich gegen Europa stellten, um ihre eigene Macht zu vergrößern. Dazu benutzte man vor allem kurze, auf wenige Schlagwörter reduzierte Phrasen und stark überzeichnete Karikaturen. Auch heute noch gibt es Werbeplakate für politische Parteien und Fraktionen, jedoch beschränkt man sich hier meist auf Themen, die für die nächste Wahl wichtig sein könnten und das eigene Parteiprogramm umfassen. Zudem sieht man – selbst in den USA – solche Plakate meist nur noch, wenn auch eine Wahl ansteht, da die dafür benutzten Werbeflächen sonst verlorengingen.

 

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