Die Zahl der Mitglieder und der Wähler sinkt kontinuierlich. Die Mehrheitsinteressen der Bevölkerung, so der eigene politische Anspruch, vertritt die Partei „Die Linke“ schon lange nicht mehr. Mit populistischen Themen will die Partei nun die Wähle zurückgewinnen. Doch trotz Finanzkrise kann selbst der zentrale Punkt des Parteiprogramms – der Kampf gegen den finanzgetriebenen Kapitalismus – bei den Wählern nicht mehr punkten.

Die Liebe für den Kapitalismus
Stell dir vor es ist Finanzkrise und alle lieben plötzlich den Kapitalismus. Das ist das aktuell wohl größte Problem der Linken. Eigentlich fordert sie die Abschaffung des Kapitalismus. Doch auch wenn seit Monaten keine Nachrichtensendung ohne die Worte Eurokrise, Bankenrettung und Ratingagentur auskommt, scheinen die Deutschen mehr denn je an den Kapitalismus zu glauben. Denn es ist im Moment vor allem die Linke, die in der Wählergunst immer weiter absinkt. Da die Partei also mit ihrem Hang zum Sozialismus aktuell gar nicht punkten kann, versucht sie andere populistische Themen zu besetzen. Vor allem das Thema gesetzlicher Mindestlohn soll den Wahlkampf für die Bundestagswahl 2013 prägen. Gehandelt wird dabei immer getreu dem Motto: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.

Das deutsche Geld soll bei den Deutschen bleiben
Die Zahl der Niedrigverdiener steigt. So verdienten 2010 elf Prozent der Deutschen weniger als 8,50 Euro pro Stunde. In Ostdeutschland sind es gar 22 Prozent der Arbeitnehmer. Deshalb will die Linke endlich aktiver für einen überparteilichen Konsens beim gesetzlichen Mindestlohn kämpfen. Laut Bernd Riexinger, seit Anfang Juni Parteichef, ist es „erschütternd“, wie er der Mitteldeutschen Zeitung sagte, dass jemand für unter zehn Euro in der Stunde arbeiten muss. Deshalb denkt die Partei auch laut über eine hohe Steuerung von höheren Gehältern nach. Auch das Nein zu Hartz IV, der Rente mit 67 und dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr werden wieder diskutiert. Ein anderes beliebtes Thema der Linken sind die Milliardenhilfen für angeschlagene Euroländer. So ist sie gegen die Rettung spanischer Banken mit deutschen Geldern, gegen den Fiskalpakt und gegen den gesamten Rettungsschirm. Damit hofft die Partei vor allem die Stimmen deren auf ihrer Seite zu haben, die gegen die deutschen Finanzspritzen für andere Länder sind.

Quellen:
- http://www.focus.de
- http://www.linksfraktion.de
- http://www.spiegel.de

 

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