Die nächste Bundestagswahl findet in knapp einem Jahr statt. Doch die Partei „Die Linke“ hat ein großes Problem, dass ihr bei der nächsten Wahl den Einzug in den Bundestag kosten könnte: Ihre populistischen Themen kommen bei den Wählern nicht mehr an.

Bedenklich nah an der Fünf-Prozent-Hürde
Bei der letzten Bundestagswahl im Jahr 2009 machten fast zwölf Prozent der Deutschen ihr Kreuzchen bei der Linken. Es war das beste Wahlergebnis der Parteigeschichte. Doch die Zeit der Freude darüber ist längst vorbei. Denn wenn heute Bundestagswahl wäre, dann würde die Linke gerade einmal sechs Prozent der Stimmen bekommen, die CDU wäre mit 36 Prozent der haushohe Gewinner der Wahl. Die SPD würde auf 27 Prozent kommen, die Grünen auf zwölf und die Piraten auf neun Prozent. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Magazins „Stern“ und von RTL, bei der zwischen dem 23. und 27. Juli rund 2.500 Bundesbürger befragt wurden. Damit bewegt sich die Linke unaufhörlich in Richtung der Fünf-Prozent-Hürde. Und wer diese fünf Prozent unterschreitet, zieht bekanntermaßen nicht in den Bundestag ein.

 

Ein Rekordtief jagt das nächste
Es ist ein weiteres Rekordtief. Denn in diesem Jahr stürzte die Linke zum sechsten Mal in Folge in der Wählergunst ab. Grund dafür ist vor allem der mehrere Monate dauernde Streit um die Parteiführung und die künftige Ausrichtung der Partei, was die Wähler verunsichert und schließlich wohl auch vergrault hat. Das war schon bei den Landtagswahlen in Berlin, wo die Partei die Regierungsbeteiligung verlor, sowie in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen sichtbar. In den zuletzt genannten Bundesländern ist die Partei nicht mal mehr im Landtag vertreten. Diesen Wählerschwund kann auch die eigene Parteibasis nicht mehr auffangen. Denn die Zahl der Parteimitglieder sinkt kontinuierlich. Im April dieses Jahres sank die Mitgliederzahl erstmals seit 2007 unter die Marke von 70.000. Unmittelbar vor der letzten Bundestagswahl hatte die Partei dagegen mehr als 78.000 Mitglieder. Mehr Mitglieder hatte die Partei davor und danach nie wieder. Vor allem im Westen verliert die Linke viele Mitglieder durch Austritte und – was vermutlich noch schlimmer ist – Parteiwechsel. Wechsler von der SPD dagegen fehlen der Linken mittlerweile ganz und auch über die Gewerkschaften lassen sich keine neuen Parteimitglieder mehr rekrutieren. Denn die populistischen Meinungen der Linken kommen nicht mehr bei allen an. Innerhalb der Partei geht man sogar davon aus, dass die Zahl der Parteimitglieder im Jahr 2020 bei etwa 58.000 liegt.

 

Quellen:
- http://www.abendblatt.de
- http://www.spiegel.de

 

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